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2012 aktuell im Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle

30. 12. 2012
Die Fundamentbaustelle ist mit einem Beton-Lkw kaum erreichbar, der über etliche Gleise fahren müsste. Folglich muss die Feldbahn die letzten Meter erledigen, aber auch das ist nicht einfach, weil sie ebenfalls über die Normalspurgleise hinweg geführt werden muss. Das erfordert jede Menge Pallholz zum Unterfüttern der Gleisjoche. Die zunächst vorgesehenen sehr leichten Profile in schlechtem Zustand wurden dann doch als ungeeignet verworfen und alles noch vorhandene stabilere Material herangefahren. Die Probefahrten mit den handgeschobenen Pallholzloren zeigten dann auch noch manche nachzubessernde Schwachstelle auf. Um sicher zu gehen, sollte vor der ersten Betonlieferung eine mit schwer beladenen Loren simulierte Testlieferung stattfinden, um festzustellen, ob das Gleis auch nach 20 schweren Loren noch sicher liegt.



29. 12. 2012
Die Bewehrungskörbe sind inzwischen in der Nähe ihrer Verwendung eingetroffen. Unerwartet haben sich die Fundamentgruben entwickelt. Machten sie anfangs einen stabilen Eindruck, haben inzwischen Wasser und Frost zu unerwarteten Einbrüchen der Wände geführt. Eine wasserdichte Lehmschicht in etwa 80 cm Tiefe sorgt zudem dafür, dass das Wasser nicht tiefer versickert, sondern sich oberhalb des Lehms seinen Weg sucht, und der führt in einige der Fundamentgruben, in denen sich nun Wasser sammelt, was zusätzlichen Arbeitsaufwand durch Abpumpen erfordert.
Bild nicht anzeigbar Beton-Feldbahn im Bau. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Probefahrt im Handverschub. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Ansicht der Baustelle am 29.12. Foto: © W. Greiffenberger

23. 12. 2012
Die Platzverhältnisse am Einbauort der Fundamente für die Dachstützen erfordern leicht abweichende Abmessungen. Die mit Balken verstärkten Schalungsplatten stehen hier einbaufertig bereit. Geplant ist, jeweils 3 Fundamente parallel zu fertigen und die Platten dann hoffentlich einigermaßen heil zu bergen, anzupassen und dann wiederverwenden zu können. Die Platten haben oben bereits Aussparungen, in die dann der Kern einghängt werden soll, der seinerseits an 2 Balken hängen soll. Der Kern ist notwendig, damit in Fundamentmitte beim Betonieren ein Loch verbleibt, in dem später die Dachstützen ausgerichtet und einbetoniert werden. Oben sollen die Balken der Wände mit Bolzen verbunden werden, unten bleiben sie lose, etwas eingestampfter Aushub soll verhindern, dass der Beton sie auseinanderdrückt. Rechtzeitig zu Weihnachten erreichte den VVM auch die Förderzusage für den großen Dachneubau, was dazu zwingt, diesen alsbald zu beginnen. So werden wir die feste Aufstellung des vorhandenen "Railport" wohl mit Fertigstellung der Fundamente unterbrechen müssen.
Bild nicht anzeigbar Kern für die frei bleibende Fundamentmitte. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Mit Balken verstärkte Schalungsplatten. Foto: © W. Greiffenberger

19. 12. 2012
Anfang/Mitte Dezember war es auch im Lokschuppen frostig, wo unsere 1€-Mitarbeiter die Bewehrungskörbe für die Dachfundamente hergestellt hatten, bei Minusgraden nicht gerade eine angenehme Arbeit. Nun waren diese im Schuppen sehr im Wege und wurden zunächst vor dem Lokschuppen gestapelt.
Bild nicht anzeigbar Die fertigen Bewehrungskörbe für die Fundamente. Foto: © W. Greiffenberger
9. 12. 2012
Der erste stark verschneite Sonntag dieses Winters war mit Tauwetter und zeitweiligem Regen doch nicht so schön, wie er hätte sein können. Dennoch verleitete er zu einigen Fotos. Während drei Waldbesucher vor der Kulisse unseres Lokschuppens einen Schneemann bauten, hatten unsere Feldbahner ihre Gleise freigeräumt, um fahren zu können. Ein mit Schnee beladener Lorenzug war mehr Show als Transportnotwendigkeit. In der Dämmerung bietet der weihnachtlich erleuchtete Lokschuppen immer eine nette Ansicht. Trotz Aufwärmfeuern, Schneemann und Glühwein kamen nur sehr wenige Besucher, das war aber an Adventssonntagen früher auch nicht anders. Wenn es richtig dunkel ist, kommt die Schuppenwand mit Innen- und Außenbeleuchtung besonders romantisch zur Wirkung.

Bild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbar Bilder vom Schneetag. Klicken Sie auf die Bildchen, um sie groß angezeigt zu bekommen. Fotos: © W. Greiffenberger

8. 12. 2012
Ein Abschiedsbild von den spärlichen Resten der einstigen Innenbeleuchtung des 1624a gilt es heute zu machen. Nur auf diesem einen der längs in Dachmitte verlaufenden Bretter waren noch Kabelreste vorhanden, überall sonst war alles beim Umbau zum Bauzugwagen herausgerissen worden. So wie 1927 wird es auch nicht wieder eingebaut werden können, denn mit getränkter Baumwolle isolierte Kabel gibt es schon lange nicht mehr und dürfen auch nicht mehr neu verbaut werden.
Bild nicht anzeigbar Man erkennt links noch einen Lampenabzweig, an zwei der 3 längs durch den Wagen verlaufenden Kabel sind Abzweigkabel angelötet und die Lötstellen sind mit Isolierband geschützt. Die Lampen waren abwechselnd an eine der 2 Zuleitungen angeschlossen, hatten aber eine gemeinsame Rückleitung. Gegen ein Durchscheuern der Blechschellen waren diese mit nackten Dachpappstreifen unterlegt. Eine Erdung ist als unisolierter Draht vorhanden. Das hier sichtbare Stück haben wir vorsichtig vom Brett gelöst und zur Dokumentation eingelagert. Das Brett wird nach Aufarbeitung wieder seinen Platz in Dachmitte einnehmen. Die Schraubenlöcher am Brettende dienen zum Befestigen an den Dachspriegeln, die an den Seitenrändern zum Anschrauben der Innendecke. Foto: © W. Greiffenberger

20. 11. 2012
Die Fundamentlöcher für den festen Aufbau und die Verlängerung des vorhandenen "Railport" sind nun weitgehend fertig ausgehoben. Kleine Korrekturen könnten sich beim Einmessen der Schalungen noch ergeben. Die provisorische Verlegung von Feldbahnschienen für den Betontransport hat bereits begonnen, da Beton-LKW nun zwar bis vor den Lokschuppen, aber nicht bis weit in die Gleisanlagen fahren können.
Bild nicht anzeigbar Noch manch anstrengende Arbeit ist zu erledigen, bis der Beton für die Dachfundamente kommen kann. Foto: © W. Greiffenberger

5. 11. 2012
In der kühlen Jahreszeit ist möglichst Arbeit in heizbaren Werstatträumen angesagt. Zahlreich sind die Teile des Lüftergestänges des 1624a, die später wieder von der Innendecke verborgen sein werden. Es sind die Teile der 3 Lüfter des in Arbeit befindlichen Dachbereichs. In der Mitte die Wellenverlängerungen, die die Drehbewegung der Luftverschlussklappe in den Luftschächten bis dort in Wagenlängsrichtung verlängern, wo die Betätigungsgriffe an den Seitenwänden liegen. Darüber rechts die Gelenke, die Schub-/Zugbewegung des Gestänges über den Hebel mit Vierkantloch in eine Drehbewegung umsetzen. Die gebogenen Rohre ganz oben übertragen die Schub-/Zugbewegung durch die Dachwölbung. Darunter links die Gelenke, die die Schub-/Zugbewegung von der senkrecht durch die Innendecke führenden Stange auf das Rohr übertragen.
Bild nicht anzeigbar Gereinigt und aufgearbeitet hier die Kleinteile der 3 Lüfteranlagen. Ganz unten die Abflussrohre der Luftkanäle, die von deren tiefsten Stellen zur Dachkante führen und dort wieder eingelötet werden müssen, sie sollen etwa durch die Dachlüfter eingedrungenes Regenwasser ableiten, waren aber allesamt dicht, da Schmutz und sich häuslich einrichtendes Getier sie verstopften. Darüber das Gestänge zum Öffnen/Schließen der Lüftung. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Nun haben die Teile den ersten Korrosionsschutz erhalten. Am unteren der 3 Schubrohre erkennt man das eingeschweißte Stück, das wegen eines Ofenrohrs herausgeschnitten war. Auch die abgebrannten senkrechten Schubstangen wurden wieder verlängert, bleiben bis zum Probeeinbau aber unten roh, da erst dann die genaue Länge ermittelt und das Auge zur Verbindung mit dem Betätigungsschieber angeschweißt werden kann. Foto: © W. Greiffenberger

4. 11. 2012
Anfangs noch gutes Wetter am letzten Aktionstag des Jahres und damit auch bis zum Frühjahr letzten Tages mit besonderem Programm lockte zunächst noch zahlreiche Besucher ins Museum. Mit dem im Verlauf des Nachmittags einsetzenden Regen wurde es aber zunehmend ruhiger im Gelände. "Gerade rechtzeitig" vor diesem Tag waren die Moniereisen für die in Bau befindlichen Dachfundamente eingetroffen, die nun etwas unglücklich im Wege lagen, aber entsprechend beschriftet um Verständnis baten.
Bild nicht anzeigbar Meist gut besucht ist an den Aktionstagen die Feldbahn. Im Bild zu sehen die Matten, die Boden und Deckel der Bewehrungskörbe der Dachfundamente werden sollen. Foto: © W. Greiffenberger

26. 10. 2012
Herbstlich grau ist nun auch der Himmel im 1624a mit dem Endanstrich geworden. Zuvor wurden noch neu gefertigte Zinkringe außen um die Lüfterlöcher angelötet, was sich besonders am unteren Halbkreis als sehr umständlich und zeitaufwändig erwies, die unterschiedliche Materialstärke von 0,6 mm Zink und 2,5 mm Dachblech macht es sehr schwer, beides mit dem Lötkolben auf ausreichende Temperatur zu bringen und der flüssige Lötzinn gehorcht viel lieber der Schwerkraft und tropft herab, als "bergauf" zwischen die zu verlötenden Teile zu fließen. Zusätzlich wurden die Schraubenlöcher der Holzrosetten verschlossen, indem sie mit 8 mm Gewinde versehen wurden, in die kurze Messing-Schraubenstücke geschraubt und von außen verlötet wurden. Auch wenn es unhistorisch ist, sollen die äußeren Teile der Lüfter künftig allein von außen demontierbar sein, ohne Teile zerstören und auch die Innendecke komplett zerlegen zu müssen.
Bild nicht anzeigbar Der "Himmel" der 3 Abteile im 1624a ist nun im Rohbau fertig, nun müssen die zahlreichen Anbauteile aufgearbeitet oder neu gefertigt und angebaut werden. Mit neuem Zinkring und verschlossenen Schraubenlöchern reichen zum provisorischen Abdichten der Lüfteröffnungen nun alte mit einem Magneten und Eisenteilen beschwerte Farbeimerdeckel. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Die Schloßschrauben für die am Dach zu montierenden Holzteile liegen zur Aufarbeitung und Konservierung bereit. Die Reihenfolge sollte tunlichst dabei nicht verändert werden, denn alle sind schon seit der Herstellung Unikate, die teils bei der Erstmontage durch Verbiegen an nicht ganz passenden Löchern weiter "individualisiert" wurden. Gut passen tun sie erfahrungsgemäß meist nur dort, wo sie auch ausgebaut wurden. Foto: © W. Greiffenberger

23. 10. 2012
Unerwartet lange ziehen sich die Genehmigungsverfahren für unsere Dachbaustellen hin. Für die endgültige feste Aufstellung unseres seit Jahren "lose" vorhandenen "Railports" fordert der Prüfstatiker unerwartet massive Fundamente und zahlreiche Verstärkungen, weil die Anforderungen auf Bahngelände eine weit stabilere Ausführung verlangen, als es auf einem Privatgrundstück notwendig wäre. Inzwischen haben unsere 1€-Mitarbeiter mit dem Ausheben der Fundamentlöcher begonnen.
Bild nicht anzeigbar Der Aushub der Fundamentlöcher hat begonnen. Aufwändig ist das Abfahren des Aushubs, den wir zur Stabilierung und Auffüllung unseres Geländeabhangs auf der Nordseite nutzen. Foto: © W. Greiffenberger

21. 10. 2012
Obwohl nur "normaler" Öffnungstag, war auch heute reger Besucherandrang, aus dem man mit mehr Personal hätte mehr machen können. Auszubaden hatte das unser Draisinenführer, dem kaum eine Pause vergönnt war. Aber auch unsere Freiwilligen wollen ja mal was anderes machen und nicht jeden schönen Tag im Museum zubringen, zudem ist gerade im Herbst Wetterentwicklung und Besucheraufkommen schwer vorhersehbar.





Das warme, fast sommerliche Wetter ließ unsere Mitarbeiter auch mehr an die praktische Arbeit denken, die ja auch weitergehen muss, so wurden die Aktivitäten an der "Donnerbüchse" spontan nach außen verlagert.







Auch zur Weiterarbeit am Lehrstellwerk wäre das Wetter gut gewesen, aber unsere hier tätigen "Euros" arbeiten ja nicht am Wochenende. Die hier wünschenswerte farbliche Überarbeitung stieß bald auf Probleme: Die schon von der Bundesbahn aufgesetzten Blechflicken erwiesen sich als weit mehr durchgerostet als zunächst geahnt, und dahinter sah es eher noch unerfreulicher aus, so dass Erneuerungs- und Konservierungsarbeiten vor einem Neuanstrich kaum vermeidbar sind.
Bild nicht anzeigbar Auch heute war das Besucheraufkommen erfreulich. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Das warme, sonnige Wochenende erlaubte noch einmal Farbarbeiten an der "Donnerbüchse". Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Die Arbeiten am Lehrstellwerk kommen nur wenig voran. Neben der Schiene der alte durchgerostete Blechstreifen. Foto: © W. Greiffenberger

3. 10. 2012
Sehr erfolgreich verlief erneut der Aktionstag am "Tag der Einheit", wie das "Kaleidoskop" dieses Tages zeigt. Ob Claus die Funktionsweise der Dampflok erklärt, Harald fleißig Entrittskarten verkauft, fast immer war gut zu tun. Im Probebetrieb war das Zelt, das hauptsächlich für auswärtige Einsätze gedacht ist, hier aber dem Publikationsangebot diente und zusätzlich Bildtafeln aus dem Vereinsgeschehen zeigte. Waffeln waren ohne Schlangestehen kaum zu haben und auch bei der von Clemens betriebenen Modellstraßenbahn ging es meist eng zu. Die Sandkiste wird immer wieder gern von den ganz jungen Besuchern benutzt. Ein extra Geburtstagszug der Feldbahn war dem heutigen 65. Geburtstag unseres Organisators Claus gewidmet, der sogleich das zur Warnung von Gleisbauarbeitern dienende lautstarke Mehrklanghorn ausprobierte, dann aber auch im fast pausenlosen Feldbahnbetrieb mitwirken musste. Unser Draisinenführer hatte seine Not mit dem völlig mit Kindern überfüllten Gefährt, voller geht es wirklich nicht mehr. Während Publikationen und Antiquariat schon bessere Zeiten erlebten, waren Kaffee, Kuchen und Würstchen auch am Stand im Lokschuppen beliebt, wenn man nicht im Buffetwagen einkehren wollte oder es dort zu voll war.

Bild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbar Bilder vom Aktionstag. Fotos: © W. Greiffenberger

30. 9. 2012
Nicht voller Geigen, wie es manchmal heißt, sondern voller Eimer hängt hier der "Himmel" des 1624a. Was wie Lampen aussieht, sind die notdürftig mit durchscheinendem Paketklebeband zugeklebten Dachlöcher für die Lüfter, durch die es dann doch manchmal tropft - Aufwand, der mit einer vernünftigen Werkstatt unter Dach nicht getrieben werden müsste. Wasserspuren auf dem Fußboden zeugten aber von weiteren Undichtigkeiten sowohl an einer Schweißnaht eines Flickens über einem Ofenrohrloch, als auch an mehreren Dachspriegeln dort, wo die Dachbleche etwa 5 cm überlappend angenietet sind. Während die Schweißnaht durch Nachschweißen dicht wurde, zeigte sich, dass die einst verlöteten Blechstöße oft durch Wärmespannungen aufgerissen waren und auch Altanstriche zum Aufreißen neigten. Seifenwasser außen und Blasen mit Druckluft innen zeigten diverse Stellen mit Schaumbildung - potenzielle Leckagen.
Bild nicht anzeigbar Mit erstem Rostschutz versehene Spriegel und mit Haftgrund gestrichene Dachbleche zeigt dieses Bild. Während die Reinigung der stählernen Spriegel von Rost und alter Farbe mittels Nadelentroster schon keine so angenehme Arbeit war, erwiesen sich die Blechflächen als noch weit unangenehmer und anstrengender: Ein maschinelles Bearbeiten der verzinnten (sie lesen richtig, nicht Zink, sondern Zinn) Bleche war nicht sinnvoll, zu leicht wäre die Beschichtung beschädigt worden. Von Hand mit der Drahtbürste stundenlang über Kopf kräftig zu bürsten ist eigentlich keine Arbeit, die man noch als Hobby bezeichnen möchte. Trotz "Verschnaufpausen" waren die Kräfte nach 3-4 Feldern verbraucht und die Arbeit musste abwechselnd mit leichteren Arbeiten über mehrere Tage verteilt werden. Dass man jedesmal wie "frisch aus dem Kohlebergwerk" ausschaute, war da schon eher das kleinere Übel. Sodann wurden alle potenziellen Leckagen von außen gereinigt und zunächst mit einem weich abbindenden Kriechöl getränkt und dann zweifach mit einem ebenfalls nicht spröde werdenden Korrosionsschutzanstrich versehen. Obwohl das Dach nun dicht zu sein scheint, soll nach Befund noch mit Versiegelungsmasse nachgearbeitet werden. Foto: © W. Greiffenberger

26. 9. 2012
Die Zeit läuft schnell, schon wieder ist ein halbes Jahr vorbei und zum ersten Herbst-Aktionstag eine neue Dauerausstellung fällig. Heute fand die Eröffnung statt, "Winterhude, Alsterdorf und Alsterschifffahrt" ist Sonntags bis zum 17. März das Thema.
Bild nicht anzeigbar Nicht nur Tafel 9 behandelt das Thema U-Bahn der neuen Dauerausstellung. Foto: © W. Greiffenberger

16. 9. 2012
Nach der eher Frust erzeugenden Demontage von Dachlüfter 3 vom Wagen 1624a war es schon angenehmer, den Nachmittag dieses schönen Spätsommertages für eine Fotoserie zahlreicher aufgearbeiteter Aumühler Feldbahnfahrzeuge zu nutzen, auch wenn sich damit erheblicher Aufwand an "Hausaufgaben" für die Fertigung von Internet-Fahrzeugseiten für unsere Feldbahnfahrzeuge bereits abzeichnete. Alle Fahrzeugseiten sind über "Verein VVM" unter "Fahrzeugsammlung" zugänglich.
Bild nicht anzeigbar Auch Betonrundkipper 4 hat inzwischen seine eigene Internetseite. Foto: © W. Greiffenberger

9./16. 9. 2012
Wie schon befürchtet, erwies sich die Demontage der zwischen Dachblech und Scheindecke verlaufenden Luftkanäle zwischen den seitlich angeordneten Dachlüftern und den einst in Dachmitte vorhandenen Innenlampen, die gleichzeitig die Lüftungsöffnungen enthielten, vom Wageninneren des S-Bahn Wagens 1624a aus als unmöglich, unterhalb der Dachlüfter saßen sie "bombenfest".

Die gusseisernen Wendler-Luftsauger sind mit 5 Rundkopf-Holzschrauben auf der Holzrosette befestigt, nach Freilegen der Schlitze und Ansetzen des Schraubendrehers mit starken Druck und kräftigem Drehmoment ließen sie sich alle lösen. An jeweils einer Schraube befindet sich die Erdung des eisernen Lüfters, wie es für unter Oberleitungen verkehrende Fahrzeuge vorgeschrieben ist: Ein Zinkblechstreifen ist am Dachblech angelötet und mit einer der Befestigungsschrauben des Lüfters an diesem angeschraubt. Diese Verbindung ist auch zusätzlich verlötet, so dass vor Lösen der Schraube erst mal das Zinn weggeschabt werden muss.

Nach Abnahme des Wendler-Saugers bot sich die zweite Ansicht: Rechts das hochgebogene Erdungsblech. Die Holzrosette ist mehrfach gespalten. Teils sind noch Reste der Segeltuch-Bespannung und deren Befestigungs-Nägel vorhanden. Nach Innen ist ein Zinkring erkennbar, der an das Holz angebördelt wurde. In ihm steckt der Stutzen des Luftkanals, zwischen beiden wurde eine aushärtende Vergussmasse eingefügt.

Auch der nächste Blick auf den Flansch des abgenommenen Lüfters zeigt noch Segeltuch-Reste und offenbar reichlich verwendete aushärtende Vergussmasse, die heutigen dauerelstischen Massen gab es 1927 noch nicht. Zu den "Standschäden" gehört auch die Ansiedlung von allerlei Getier, wie hier an dem alten Wespennest sichtbar.

Ein Bild von der Demontage des Lüfters 1 zeigt weitere Einzelheiten: Das Zurückbiegen des Zinkringes von der Holzrosette offenbart das brüchige Material. Er wird nicht wiederverwendbar sein. Nach Säubern der Holzrosette zeigten sich mit Vergussmasse veschlossene Vertiefungen, in denen die Befestigung der Rosette zu vermuten war. Nach Ausstemmen der Masse kamen Muttern zum Vorschein. Einige waren leichtgängig, bei anderen riss das Gewinde ab und noch unangenehmer waren mitdrehende Schrauben, deren Köpfe aber unerreichbar von den immer noch festsitzenden Luftschächten verdeckt waren. Hier hatte man in Görlitz "für die Ewigkeit" gebaut, ohne Teilzerstörung war eine Demontage nicht möglich. Die schon vorhandenen Bruchstellen der Holzrosetten reichten dafür nicht, so dass sie bei den meisten Schrauben zur Demontage dort gespalten werden mussten.

Ein letztes Demontagebild von Lüfter 1 zeigt den Zustand nach Entfernung der Holzrosette und mit teilgelöstem Zinkring, der sich als am Dachblechrand angelötet erwies. Die Lötung war aber nicht sehr haltbar, so dass sich der Zinkring mit einem Schraubendreher abhebeln ließ. Nach Entfernung von Vergussmassenresten zwischen Dachblech und dem Stutzen des Luftschachtes ließ sich dieser nun endlich mit vorsichtigem Klopfen auf den Blechrand Millimeter für Millimeter nach unten treiben und reparabel teilbeschädigt ausbauen. Neben zahlreichen Erkenntnissen waren nun auch ein Haufen reparabler oder unbrauchbarer Teile gesammelt, mit der nun zu lösenden Denksportaufgabe, wie das alles wieder herzurichten sei. Mit dieser detaillierten Darstellung zeigen wir gern einmal, dass weit mehr als ein bischen Farbe erforderlich ist, um alte Bahnfahrzeuge zu restaurieren.
Bild nicht anzeigbar Lüfter Nr. 3 vor der Demontage. Der Handlungsbedarf ist unübersehbar. Schnell stand fest, dass auch die komplette Demontage und Sanierung auch der auf dem Dach befindlichen Teile der Lüftungsanlagen nun unumgänglich wurde, um die innere Aufarbeitung fortführen zu können. Konstruktive Datails dazu waren nicht bekannt, sondern mussten beim vorsichtigen Abbau des ersten Lüfters gewonnen werden. Bekannt war nur der schlechte Zustand der Holzrosetten zwischen Lüfter und Dach, deren Segeltuchbespannungen weitgehend weggerottet waren. Risse und Faulstellen waren bislang nur notdürftig mit Bitumenspachtel ausgebessert worden und nur Farbe bot keinen dauerhaften Schutz des Holzes. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Lüfter Nr. 3 nach Abbau des Wendler-Saugers. Die Vergussmasse zwischen beiden Zinkringen, deren lose Teile hier schon aus der Fuge entfernt wurden, erklärt, warum der Luftkanal so fest in der Lüfteröffnung sitzt, auch in dem abgebildeten Zustand sitzt er noch fest. Unter dem Lüfter scheint schon mal ein Vogel genistet zu haben und noch ist nicht erkennbar, wie die Holzrosette befestigt ist. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Abgenommener Wendler-Sauger Nr. 3 von unten. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Demontage von Lüfter 1 eine Woche früher. Hier machte sich die unvollkommene Fertigungstechnik der 1920er Jahre unangenehm bemerkbar: Unzählige verschiedene Schlüsselweiten zwischen 11 und 13 mm, oft schon in jede Richtung der Sechskantmuttern abweichend, erschwerten es sehr, diese in den engen Löchern zu drehen. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Erst nach weitgehender Zerstörung des nicht mehr brauchbaren "Rundums" ließen sich die Stutzen der Luftkanäle nach unten heraustreiben. Damit wurden auch die Schraubenköpfe sichtbar, es waren Senk-Nietkopfschrauben, deren Köpfe in einem 4mm starken unter das Dachblech genieteten Verstärkungsring lagen, eine Bauart, die besonders beim Lösen gern zu Mitdrehen der Schraube führt, ohne dass man den Schraubenkopf halten kann, aber das Problem war schon von anderen Stellen bekannt und die Problemlösung auch hier erfolgreich: Man nehme ein kurzes Stück U-Profil als "Brücke" über Schraubenschaft und Mutter und eine Schraubzwinge mit einer kleinen Zwischenlage, um den Schraubenkopf fest in sein Senkloch zu pressen. So lässt sich die Schraubzwinge gut genau in Schraubenrichtung fest anziehen und die Mutter unter der Brücke meist lösen und entfernen. Foto: © W. Greiffenberger

7. 9. 2012
Als letzte "Zugabe" zu den Schakus des 1624 wurden nun auch die Nachbauten der Entkuppelhilfe anhand von Fabrikfotos fertig. Andere Unterlagen sind nicht bekannt. Nur die 17 Doppelwagen der Bauart 1927 als erste Hamburger S-Bahnen mit Schaku hatten diese Einrichtung. Obwohl bei der Nachrüstung der älteren Züge auf die Hebelwirkung verzichtet wurde und diese nur über eine Kette mit Handgriff verfügten, behielten die 17 Züge diese Einrichtung bis zum Schluss.
Bild nicht anzeigbar Entkuppelhilfe am 1624b. Foto: © W. Greiffenberger

5. 9. 2012
Neue Herausforderungen bringt die weitere Aufarbeitung des Wechselstrom-S-Bahn-"Viertels" 1624. Deutlich erkennt man hier den bereits vor Jahren von außen aufgeschweissten Flicken über dem Schornsteinloch der Bauzugzeit. Nun werden Abteil für Abteil Decke und Wände komplett bis auf Kastengerippe und Beblechung freigelegt und nach Ausbesserung und teils unvermeidbarer Neufertigung und Konservierung wieder zusammengebaut.
Bild nicht anzeigbar 1624a Dach-Details. Foto: © W. Greiffenberger

2. 9. 2012
Schon zum zehnten Mal in jährlicher Folge war heute das "Sachsenwald Sound Orchester" willkommener Gast im Aumühler Lokschuppen und begeisterte das nicht nur eisenbahn-interessierte Publikum. Statt vieler Zuschauer oder Zuhörer zeigen wir anlässlich des "Jubiläums" diesmal die Akteure des Orchesters vor der Kulisse von Deutschlands meistgebautem Reisezugwagen, dem Abteilwagen nach preußischem Musterblatt Ib9a, unserem Exemplar "Elberfeld 1892".
Bild nicht anzeigbar Das SSO-Orchester vor der Kulisse unseres "Elberfeld 1892". Foto: © A. Dreesen

1. 9. 2012
Alle geplanten Arbeiten am S-Bahn Viertelzug auf Fußbodenhöhe und darunter sind nun fertiggestellt, so dass nun die Wagenkästen abteilweise von oben nach unten zur gründlichen Aufarbeitung anstehen. Wie immer wird jede Zerlegestufe mit Digitalfotos erfasst, hier die Deckenplatten im Führerstandsbereich des 1624a kurz vor der Demontage. Man beachte, dass der zusammengeklappte ungenutzte Führerstand nur den Platz des schmalen rechten Streifens beanspruchte und vergleiche dies mit dem Platzbedarf für ungenutzte Führerstände "moderner" Fahrzeuge.
Bild nicht anzeigbar Abbau-Dokumentationsbild Deckenverkleidung 1624a. Leider sind die Scheindecken alle in so schlechtem Zustand, dass eine Wiederverwendbarkeit ausgeschlossen werden kann. Als Ersatz wird vsl. modernes biegsam vorbereitetes Sperrholz zum Einsatz komen. Foto: © W. Greiffenberger

31. 8. 2012
Erhaltungsarbeiten an der Infrastruktur sind meist wenig spektakulär und ergeben kaum wirkungsvolle Bilder. Unsere 2 noch vorhandenen Hydranten waren über die Jahre korrosionsgeschädigt und ungünstig zwischen den Abstellgleisen gelegen. Sie wurden nun stillgelegt und ausgebaut und durch ein zentral gelegenes neues Exemplar ersetzt, das z. B. bei einem Brand eine schnelle Nutzung ermöglicht. Der noch brauchbare Deckel eines alten Hydranten wurde wiederverwendet.
Bild nicht anzeigbar Neuer Hydrant mit altem Deckel. Foto: © W. Greiffenberger

12. 8. 2012
Aus unserem Ersatzteil-Lagerbestand stammen die 4 Fallgitter für den Plattformabschluss des Ci-29. Obwohl es ja eigentlich keine Türen sind, heißen sie "Dix-Türen". Die Befestigunsglöcher in den Stirnwänden konnten alle freigelegt werden und passen genau zu den Türen. Ursprünglich wohl angenietet, wurden Gewinde in die Löcher geschnitten und die Befestigung erfolgte mit Rundkopfschrauben, was eine evtl. notwendige Demontage bei einer späteren gründlichen Aufarbeitung des Wagens erleichtert. Die Originaltüren waren bei der Umnutzung des Wagens zum Batteriewagen eines Behelfsstellwerks entfernt worden. Während 3 Türen beim Schließen genau in die Führungen am Plattformgeländer einlaufen, fluchtet eine Tür noch nicht richtig, die Ursache ist noch nicht erkannt.
Bild nicht anzeigbar Die Dix-Türen am Ci-29. Foto: © W. Greiffenberger

1. 8. 2012
Nach fertiger Montage der Luftkupplungen der "Schaku" am 1624b Mitte Juli sorgte feuchte Witterung für Verzögerungen bei den abschließenden Farbarbeiten. Am 1. August dokumentiert dieses Bild nun den Abschluss des Rückbaus des Zuges auf Scharfenbergkupplung, der sich mit unerwarteten Widrigkeiten, Beschaffungsproblemen, Neubauaufwand, dringenderen Arbeiten aber auch persönlichen Ausfällen und anderweitigen Verpflichtungen über mehrere Jahre hinzog.

Die von einer westdeutschen Museumsbahn übernommenen Kleinpflasterplatten wurden von unseren 1€ Mitarbeitern für mehrere Gleisquerungen verwendet, die nun auch das Queren der Gleise für Rollstuhlfahrer ermöglichen. Das Aufhöhen des begehbaren Bereichs auf Schienenkopfhöhe mit Abgrenzung durch eine "Bahnsteigkante" wirkt sich positiv auf das Besucherverhalten aus, die sich nun deutlich seltener im Gleis aufhalten.
Bild nicht anzeigbar Schaku fertig, alter Zustand siehe 24.3.2011. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Eine der neuen Gleisquerungen. Foto: © W. Greiffenberger

22. 7. 2012
Großen Anklang fand auch unser 2. Familientag, zahlreiche Besucher nutzten die An- und Abreise mit dem historischen S-Bahnzug ET 171 082 und hielten sich oft lange im Museum auf. Schon vormittags war es voll im Museum. Dicht umlagert war ständig der Stand mit Getränken und kleinen Speisen. In der "Lokomotivfabrik" stellten die Kinder große Mengen Dampf- und Dieselloks aus Papierbögen her. Draisine und Feldbahn waren nahezu pausenlos gut besetzt im Einsatz. An 4 kleinen Anlagen - von der Holzbahn über ein Rangierspiel bis zu 2 elektrischen Modellbahnen - konnten Kinder Züge fahren lassen, die Zahl der "Eisenbahnunglücke" war dabei beachtlich. Auch am fortgeschrittenen Nachmittag zeigte der Blick aus dem Lokschuppen noch eine große Besucherzahl im Museumsgelände. Siehe auch unser Blog-Bericht.

Bild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbar Bilder vom 2. Familientag. Fotos: © W. Greiffenberger

3. 6. 2012
Mit verändertem Konzept, überwiegend bahnbezogenen Spielmöglichkeiten für Kinder und zumindest einem gastronomischen Minimalangebot - aber wegen des erhöhten Aufwandes auch erhobenen Eintrittspreises - fand heute der erste "Familientag" des Jahres im Eisenbahnmuseum statt. Wohl auch dank eines netten redaktionellen Beitrags in einer weit verbreiteten Werbezeitung war das Besucheraufkommen sehr erfreulich und durch einen besonders hohen Kinderanteil geprägt. So wurden die Spielmöglichkeiten von den Kleinen gerne genutzt und manche Eltern bedankten sich beim Abschied am Eingang für die ihren Kindern angebotenen Aktivitäten. Begeisterung der Kinder ist auch für unsere Zukunft wichtig, hat nicht der "Bahnvirus" die meisten Aktiven bereits in früher Kindheit befallen?
Bild nicht anzeigbar Selbst mittags ist viel los im Museum. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Und nachmittags ist es kaum anders. Foto: © W. Greiffenberger

22. 5. 2012
Nach Entrostung und Konservierung des Fahrgestells erhielt die Lore der Wohldorfer Kleinbahn wieder Holzboden und aushebbare Stirnwände. Wie sie ursprünglich ausgesehen hat, ist uns derzeit nicht bekannt. Vielleicht weiß ein Besucher unserer Internet-Seiten mehr?
Bild nicht anzeigbar Da wir am Fahrgestell der Wohldorfer Lore nichts verändert haben, kann ihr Aussehen nach Bekanntwerden historischer Unterlagen diesen jederzeit angepasst werden. Foto: © W. Greiffenberger
20. 5. 2012
Zum "Internationalen Museumstag" gab es im Eisenbahnmuseum Erklärungen und Vorführungen. Erstmals gab es eine Schau historischer Landmaschinen, wobei auch deren Transport mittels Feldbahn gezeigt wurde. In Betrieb war auch der "Schienenkuli", eine kleine Lok auf Basis eines verstärkten Loren-Fahrgestells. Hersteller war die Firma Strüver in Hamburg Gr. Borstel. Gerade mit Einbau der klappbaren Seitenwand fertig geworden war auch der Boizenburger Fliesentransporter.

Bild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbarBild nicht anzeigbar Bilder vom Internationalen Museumstag. Fotos: © W. Greiffenberger

15. 5. 2012
Der Ersatz der gebrochenen Zug-Stoßfeder der "Schaku" am 1624b machte das Anheben des Wagens und Verfahren des Drehgestells weiter unter den Wagen erforderlich, wobei die hier sichtbaren Bremsteile weitgehend zu entfernen waren, da sie im Wege waren. In Folge konnte das hier nun besser zugängliche Untergestell gereinigt und konserviert werden, sowie die ausgebauten Bremsteile ausgebessert und ebenfalls konserviert werden. Gleichzeitig waren auch Vorarbeiten für die Wiederherstellung der Handbremse möglich, die 1958 beim Umbau zum Bauzugwagen verschrottet worden war.

Prinzipiell baugleich waren die Handbremsen von Trieb- und Steuerwagen der Wechselstrom S-Bahn Stahlwagen, wenn auch einige Längen und Nietlöcher abwichen. Das vor Jahrzehnten geborgene Ersatzexemplar eines Triebwagens musste so für die Verwendung am Steuerwagen angepasst werden.
Bild nicht anzeigbar Bremsdetails 1624b mit restaurierter Handbremse. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Handbremse 1624b, unterm Trittbrett "versteckt". Foto: © W. Greiffenberger

5. 5. 2012
Zwar vielleicht nicht ganz in Malerqualität, aber doch deutlich besser konserviert und ansehnlich zeigen sich im Frühjahr Fenster und Türen des Lokschuppen-Anbaus, nachdem die begonnenen Arbeiten im Winter witterungsbedingt von unseren 1€-Mitarbeitern nicht fortgeführt werden konnten.
29. 4. 2012
Fertiggestellt ist nun auch Lore 25, von der nur noch der Rahmen mit Plattformgeländer vorhanden war. Bereits vor einiger Zeit wurde er gereinigt und konserviert, mit Radsätzen aus dem Ersatzteilbestand versehen und mit teils neu gefertigter Bremse komplettiert. Die Spuren belegen eindeutig, dass sie ursprünglich als Muldenkipper diente, die weitere Nutzung ist uns nicht bekannt. Nach Vorbildbildern wurde sie nun als Flachwagen mit einsteckbaren Wänden rekonstruiert, was mit einem Kasten als Sitzbank auch den Einsatz in Personenverkehr ermögicht.
Bild nicht anzeigbar Frische Farbe: Fenster und Türen Schuppenanbau. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Lore 25 mit neuem Holzkastenaufbau. Foto: © W. Greiffenberger

9. 4. 2012
Trotz ganztägigem mehr oder minder starken Dauerregens war der heutige Aktionstag gut besucht. Erstmals wurden auch passend zum Thema der neuen Fotoaussellung Fahrten durchgeführt: Das Eisenbahnmuseum ließ die historische Schienenbusgarnitur der AKN zwischen Bergedorf und Aumühle pendeln. Obwohl nur wenige Tage angekündigt, fanden sich doch etliche Mitfahrer ein.

Die Kleinen Bildchen vom Aktionstag lassen sich durch Anklicken groß anzeigen. Keinen Vorlaufbetrieb einer geplanten S21 Kaltenkirchen - Aumühle, sondern die VVM-Sonderfahrten zeigt das erste Bildchen. Es folgen gut beschirmte Besucher an der Kasse unterm Zeltdach. Erstmals gab es auch Feldbahnfahrten auf dem "fliegenden" Gleis: Strüver-Schienenkuli mit dem dank Rahmenverlängerung nun kuppelbaren Personenwagen 32. Witterungsbedingt fanden Kaffee, Kuchen und frische Waffeln im Lokschuppen reges Interesse. Neben Besuchern interessierte sich auch das Schienenbus-Personal in der Mittagspause für das Antiquariat, das wieder den Werkstattbereich belegte. Unser sehr sachkundiger Mitarbeiter Andreas erläuterte Besuchern die Funktionsweise des elektromechanischen Stellwerks, dessen Logik auch vom Erbauer des ersten funktionsfähigen Computers, Konrad Zuse, studiert worden sein soll. Meist war es bei der Modellstraßenbahn, bei der man mittels Fahrschalter, Kamera und Bildschirm Fahrer spielen kann, so voll, dass man kaum Gelegenheit für ein Foto fand. Wenn der Regen mal etwas nachließ, waren auch Feldbahn und Draisine schnell wieder gefragt.
Bild nicht anzeigbar Vor den Gründerzeitfassaden der Alten Holstenstraße fährt der Schienenbus in Bergedorf auf Gleis 5 ein. Foto: © W. Greiffenberger

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Kaleidoskop vom verregneten Aktionstag. Fotos: © W. Greiffenberger

21. 3. 2012
Viele Monate länger als gedacht, zieht sich das Genehmigungsverfahren für unseren weiteren Dachbau hin. Inzwischen haben wir einen Zuschussantrag für die doch beachtlichen zu erwartenden Kosten gestellt. In einer Abendveranstaltung hatten heute alle Antragsteller die Gelegenheit, ihr jeweiliges Projekt 10 Minuten lang vorzustellen, daraufhin soll alsbald über die Mittelverteilung entschieden werden, worauf wir sehr gespannt sind.
17. 3. 2012
Solche Wellblechbuden fanden sich früher zahlreich entlang von Bahnlinien. Nachdem wir vor 3 Jahren eine graue Signalfernsprecherbude überarbeitet hatten, nahmen sich unsere 1 €-Mitarbeiter eines weiteren Exemplares an. Die Untersuchung der Altanstriche brachte nur Grün zu Tage. Da auch keine Schraubenlöcher für das Schild mit dem "F" in der Tür vorhanden sind, muss sie anderen Zwecken gedient haben, wie z. B. als Witterungsschutz eines Schrankenwärters.
10. 3. 2012
Unerfreulich wüst sieht es nun im Bereich unseres Besucher-Zuweges aus, nachdem die Forstverwaltung mehrere Bäume fällen ließ. Dabei wurde auch der Weg und leider auch unsere Schranke am Eingang beschädigt. So schön die alten Bäume gewesen waren, so froh sind wir über deren Fällung, denn sie wiesen allesamt Neigung und Übergewicht in Richtung auf unsere Gebäude und Fahrzeuge auf, so dass bei Sturm durchaus eine Umsturzgefahr bestand. Welch gewaltige Schäden dabei entstehen können, ist leider noch immer am neuen Dach über Gleis 15 zu sehen, auf das 2010 ein Baum stürzte und wo die Versicherung des Waldeigners einen Ausgleich des Schadens bislang verweigerte.
Bild nicht anzeigbar Holger Ebeling stellt im Büchener Bürgersaal unser Dachbauprojekt vor. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Im frischen Grün zeigt sich nun diese typische Bahn-Wellblechbude. Dass sie aus der Vorkriegszeit stammen muss, belegen die zahlreichen Einschusslöcher an einer hier nicht sichtbaren Seite. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar So sieht es neben dem Lokschuppen nach der Baumfällung aus. Das Bruchholz wird wohl erst allmählich weniger werden, wenn die Feuerholzkunden der Försterei ihren Bedarf decken. Foto: © W. Greiffenberger

3. 3. 2012
Unter unserer Anleitung arbeiteten unsere 1 €-Mitarbeiter selbst bei starkem Frost im kalten Lokschuppen an mehreren Feldbahnfahrzeugen weiter. In frischer Farbe ist hier Wagen 32 zu sehen. Die Seitenwände mussten teilweise erneuert werden. Der aus dem Ferienpark Tolk bei Schleswig stammende Wagen konnte bislang nicht mit anderen Wagen gekuppelt werden, weil die Aufbauten längs zu weit überstanden - so war bei uns nur Handverschub möglich. Bei der Überarbeitung wurde der Rahmen verlängert, so dass er nun auch im Zug mitlaufen kann.

Von der Nasstorflore 19 war nur noch der rostige Rahmen mit Radsätzen und den 4 Stirnsäulen vorhanden. Ferner konnten noch eingelagerte Beschlagteile aufgefunden werden. Über das originale Aussehen des Wagens existieren leider keine Unterlagen. Anhand Fotos ähnlicher Wagen und der Beschlagteile wurde ein Wagen mit schrägen Seitenwänden rekonstruiert, wobei eine Seitenwand zur Entladung aufklappbar ist. Für die feste Seitenwand fehlen noch ein paar Beschlagteile, für deren Fertigung das Material noch nicht eingetroffen ist. Mit Rücksicht auf unser Lichtraumprofil musste die Seitenwand-Neigung und die Wagenbreite etwas geringer ausfallen, als die Vorbildfotos es zeigen.

Von der Nasstorflore 18 war nur noch der erheblich abgerostete Rahmen mit den Stirnsäulen und wenigen unbrauchbaren Handbremsteilen vorhanden. Im Ersatzteilbestand befanden sich noch Beschlagteile und Bremsbacken sowie Radsätze und Achslager. Neben umfangreicher Aufarbeitung war so auch etliches neu zu fertigen. Mangels historischer Unterlagen wurde diese Lore nun nach einem Foto zu einem Wagen mit geraden Wänden und einseitig zu öffnenden Seitenwänden rekonstruiert. Auch hier fehlt derzeit noch Material zur Fertigstellung der festen Wand, so dass dies noch etwas dauern wird.

Die beiden von S-Mittlerer Landweg übernommenen Bahnhofsbänke hatten wir bereits im Vorjahr erwähnt. Unsere 1 €-Mitarbeiter haben beide inzwischen fertig restauriert und eine bietet nun eine vom Dachüberstand der Nebenräume des Lokschuppens etwas geschützte Sitzmöglichkeit auch dort an. Nach den vorgefundenen Spuren sollte die Farbgebung etwa dem Ursprungszustand Ende der 1930er Jahre entsprechen.
Bild nicht anzeigbar Personenwagen 32 ex Tolk. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Nasstorflore 19 ex Torfwerk Quickborn. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Nasstorflore 18 ex Torfwerk Quickborn. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Bahnhofsbank ex Mittlerer Landweg. Auch solche "Kleinteile" sind oft unbeachtete Zeugen der Eisenbahngeschichte, die meist aus Desinteresse untergehen, weil sie nun mal keine Dampflok sind. Foto: © W. Greiffenberger

26. 2. 2012
So weit die Witterung es zuließ, konnte im Winter unser "Bahnsteig" zwischen den Gleisen 12 und 13 von den 1 €-Mitarbeitern weiter mit Kleinpflaster ausgelegt werden, so dass er sich Anfang Februar komplett gepflastert präsentiert.







Ebenfalls je nach Witterung wurden die nach gut 2 Jahrzehnten nicht mehr stabilen Schwellenstücke für die Stellböcke einiger unserer Feldbahnweichen von unseren 1 € Mitarbeitern erneuert. Ausgerechnet im doch recht frostigen Februar bekamen wir weitere Mitarbeiter zugewiesen, so dass die Ehrenamtlichen alle Mühe hatten, bei dieser Witterung sinnvolle Beschäftigungen vorzubereiten.
Bild nicht anzeigbar Der fertig gepflasterte Bahnsteig. Foto: © W. Greiffenberger

Bild nicht anzeigbar Neue Schwellenstücke für die Feldbahn-Weichenböcke. Foto: © W. Greiffenberger

8. 1. 2012

Das Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle wird gerne und häufig als Kulisse für stimmungsvolle Fotos wie für Filmaufnahmen genutzt: Zwischen den alten Waggons entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, sind Aufnahmen möglich, die an weit zurückliegende Zeiten erinnern.

So auch heute: Thema im Unterricht des Leistungskurses Französisch der Jahrgangsstufe 12 am Sachsenwald-Gymnasium Reinbek ist im Januar 2012 die Begegnung von Deutschen und Franzosen. 5 Schülerinnen drehten im Waggon "Bromberg 1184", Baujahr 1914, eine fiktive Szene aus dem 2. Weltkrieg für eine Facharbeit zum Thema.
Bild nicht anzeigbar Die Schülerinnen Jenny Drummond, Swantje Wessel, Martje Weber, Louisa Büchner und Lisa Klingler des Sachsenwald-Gymnasiums nutzten unseren "Bromberg 1184" für eine historische Filmszene. Wir danken für das Interesse an unserem Museum und wünschen, dass die Szene überzeugen kann! Foto: © M. Henke.